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Die Familiengruppe

In unserer Familiengruppe können bis zu 25 Kinder im Alter von ein bis sechs Jahren gemeinsam betreut werden. In dieser breiten Altersgruppe ist es für das Kind leicht, jemanden zu finden, der zu den eigenen Möglichkeiten passt, auch außerhalb der eigenen Altersstufe.

Während die „Großen“ schon selbstständig ihre Spielideen verwirklichen, mit uns Erwachsenen einer Arbeit nachgehen oder eine eigene Aufgabe zu erfüllen haben, können die  „Kleinen“ dem Gruppengeschehen zuschauen oder sie haben Zeit, sich in Neuem zu üben, um es dann auch bald den „Großen“ nachmachen zu können.

Gezielte Angebote für die angehenden Schulkinder lassen gleichzeitig den kleineren Kindern genügend Ruhe, sich einfach den Dingen hinzugeben und ihre eigenen Sinneserfahrungen zu machen.

Auch im Miteinander findet jedes Kind leicht seinen Platz.

Rücksicht und Vorsicht und auch schon ein bisschen „Verantwortung übernehmen“ lernen sich so am besten. Schnell wird aus dem Miteinander ein Füreinander:

Kleine Kinder brauchen oft Hilfe und schon gibt es echte Aufgaben für die großen Kinder:  beim Ausziehen helfen, unterstützen beim Händewaschen, Lätzchen umbinden – dabei lernen sich Knoten und Schleife wie von selbst. Es können Freundschaften entstehen und schnell gehen Kinder unterschiedlichen Alters Hand in Hand.

Besonders Einzelkindern gibt die Familiengruppe im sozialen Miteinander eine Fülle von Erfahrungs- und Erlebnismöglichkeiten. Und dadurch, dass die Erwachsenen wickeln, füttern oder das Kind in den Armen wiegen, - sich sozusagen liebevoll kümmern – bekommen sie einen Einblick in die Fürsorge der Kleinsten:

„Nur in natürlichen Nachahmungssituationen lernen Kinder, wie man füreinander sorgt.“ (Helle Heckmann) Geschwisterkinder haben schon früh die Möglichkeit, gemeinsam in den Kindergarten zu gehen. Große Freude entsteht bei beiden, bei dem kleinen Bruder, der mit der großen Schwester mitgehen darf und auch bei der großen Schwester, die dem kleinen Bruder alles zeigen kann. Beiden gibt es Sicherheit. Zugleich werden so der Ablösungsprozess und die Eingewöhnung für die Kinder leichter.

Die Möglichkeit über viele Jahre betreut zu werden, gibt den Kindern Sicherheit und Vertrauen. Eltern und Erzieherinnen bzw. Erziehern hilft es, die Entwicklung des Kindes kontinuierlich zu begleiten und zu beobachten und so ein tiefes Verständnis für sein Wesen zu entwickeln. Umsorgt von einer - in dieser Weise wachsenden Erzieher-Eltern-Ge-meinschaft - kann sich das Kind geborgen fühlen.

Und nur da, wo Kinder sich sicher und geborgen fühlen, können sie Vertrauen aufbauen - die beste Voraussetzung für eine gesunde Entwicklung und ihren ganz individuellen Lebensweg.