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Die Kindergarten-Eurythmie

Eurythmie ist eine Bewegungskunst, die 1912 von Rudolf Steiner begründet und bis zu seinem Tod 1925 von ihm ständig weiterentwickelt und vertieft wurde. Für kleine Kinder begann die Eurythmie mit den Worten von Rudolf Steiner:
"Wenn man mit den kleinen Kindern, unter 7 Jahren, Eurythmie macht, dann bekommen Sie eine Ich-Kraft, die weder Schule noch Karma (Schicksalsfügungen) bewirken können."
Diese Worte waren an Nora von Baditz gerichtet, die darauf mit der "elementaren" Eurythmie für kleine Kinder 1919 begann. Bei dieser elementaren Eurythmie ist der Körper selbst das Instrument und im Kleinkindalter sehr durch die Nachahmung bestimmt. Man soll die Kinder in nichts hineinzwängen, sondern nur die Nachahmung wirken lassen - die aus Freude an der Sache liebevolle Nachahmung der Bewegungen. Man darf von den Kleinen keine Leistung abverlangen oder sie korrigieren. Die Kinder sollen nur freudig drinnen leben in der Welt der Eurythmie. Alles eurythmische Tun findet seine Quelle im seelischen Bewegungstanz. Es werden Worte bewegend sichtbar gemacht. Oder anders herum gesagt: Eurythmie ist sprechende Bewegung - schöne Bewegung.
Das Allerwichtigste jedoch sind Heiterkeit und Freude, mit der alle Bewegungen und Gesten ausgeführt werden, so dass das Kind auch gelöst und entspannt seine Lebensfreude in den nachahmenden Bewegungen zeigen kann. Da in diesem Alter alles darauf hinorientiert ist, das Körperliche zur gesunden Entfaltung zu bringen, ist die Stunde so aufgebaut, dass für das Kind unbemerkbar, die Eurythmie jede Partie des Körpers belebt, stärkend durchdringt. Im frohen Schaffen ist der Eurythmist sich dieser Wirkung bewusst. Es wird darauf geachtet, dass Licht, Frische und Liebe dessen eigene Seele erfüllt, damit nur gesundende Kräfte die Kinder berühren.