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Achtsamkeit und Wertschätzung - Wege zur Gesellschaftsfähigkeit

„Die Haltung der Achtsamkeit beeinflusst nicht nur den Umgang einer Person mit sich selbst,
sondern wirkt auch auf das zwischenmenschliche Miteinander“
(Nils Altner)

Indem wir Erwachsene achtsam mit uns, mit den Kindern und mit den Dingen, die uns umgeben, ermöglichen und fördern wir gegenseitige Wertschätzung. Dieses im täglichen Miteinander zu leben, bedarf einer Kultivierung bestimmter Umgangsformen: Wir pflegen eine persönliche Begrüßung und Verabschiedung. Erwachsene und Kinder geben sich die Hände und sagen „Guten Morgen“ oder „Auf Wiedersehen“, wünschen sich noch einen schönen Tag oder sagen, was sonst gerade wichtig ist. Auf diese Weise nehmen wir wahr und werden wahrgenommen!

Ebenso legen wir großen Wert auf die Esskultur: Nachdem wir uns alle an den hübsch gedeckten Tisch setzen, zündet der Erwachsene eine Kerze an. Danach werden wir einen Moment still, sagen unseren Tischspruch und beginnen gemeinsam mit dem Essen. Wir pflegen ein „Möchtest Du...“ und „Darf ich bitte...“ und schließen die Mahlzeit mit dem Danken.

Die Gesprächskultur liegt uns besonders am Herzen: Wir pflegen das Gespräch auf eine kindgemäße Weise, das heißt wir führen keine intellektuellen „Frage- und Antwortgespräche“, sondern üben uns im Zuhören und geben so dem Kind die Möglichkeit, ihm Wichtiges erzählen zu können. Wir Erwachsene bemühen uns um eine bildhafte und erzählende Sprache dem Kind gegenüber.

Diese Umgangsformen im Alltag zu leben, setzt voraus, dass wir uns allen genügend Zeit einräumen. So werden gute Gewohnheiten angelegt, die die Kinder befähigen, sich in Gemeinschaften - und in der Gesellschaft überhaupt - positiv eingliedern zu können.